Philipp Dewald – Flüchtige Träume

Philipp Dewald – Flüchtige Träume
Mittwoch | 25. April 2018 | 20:00 Uhr


Ist es noch haltbar, in Zeiten wie diesen der Romantik anzuhängen? Dinge zu verlangen, die unsere scheinbaren Möglichkeiten übersteigen? Liebe und Mitgefühl über alles zu stellen? Zweifellos, meint Philipp Dewald, junger Liedermacher. In seinem ersten abendfüllenden Bühnenprogramm will er wachrütteln, auf Missstände hinweisen, aber dabei gleichzeitig seinen Zuhörern die Angst vor der Zukunft nehmen. Denn was braucht man, damit die Welt eine bessere wird? Zuallererst eine Vorstellung davon, wie sie aussehen könnte. Diese Visionen und Träume entwirft er mal heiter oder melancholisch, mal voll abgründiger Ironie. Man muss schon genau hinhören, um jede Anspielung zu bemerken. Dann allerdings wird der Abend das reinste Vergnügen, gleich wie derjenige, der sich darauf einlässt, tief bewegt sein wird. Seine poetischen Texte begleitet Dewald selbst am Klavier, trägt aber auch Gedichte und kurze Geschichten vor und spielt ebenso Instrumentalstücke, alles aus eigener Feder. Diese vielfältige Mischung lässt keine Langweile aufkommen und den Zuhörer so schnell nicht mehr los. Philipp Dewald hat trotz seines jugendlichen Alters schon einige Zeit auf Bühnen verbracht. In der Schule erprobte er sich als Chorsänger und Theaterschauspieler, inzwischen gehört ihm meist allein das Scheinwerferlicht – mal bei Poetry-Slams, mal mit seinen Liedern. Eines steht dabei für ihn immer im Vordergrund: Der Text. Mit großer Finesse erdichtet Dewald gewitzte und poetische Geschichten über das menschliche Leben. Und findet Gehör.